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LBO - Landesverband Bayerischer
Omnibusunternehmen e.V.
Stephan Rabl
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Georg-Brauchle-Ring 91
80992 München
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LBO - Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V.
Kirstin Neumayr
Touristik & Öffentlichkeitsarbeit
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Pressemitteilungen

Datum: 24.09.2020

Aschaffenburg, Kaufbeuren, Coburg, Donau-Ries, Freising und Würzburg: Erneute Streiks im Nahverkehr - Verdi verkennt völlig die weiterhin dramatische Lage der Omnibusunternehmen!

MÜNCHEN. Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag, 24. September, das Fahrpersonal in den Busunternehmen in Aschaffenburg, Kaufbeuren, Coburg, Donau-Ries, Freising und Würzburg erneut zu Streiks aufgefordert. Hintergrund ist die erste Tarifrunde vom 20. August für das private bayerische Omnibusgewerbe, die ergebnislos abgebrochen wurde. LBO und Verdi ringen um einen neuen Lohntarifvertrag für rund 18.000 Beschäftigte. Der LBO hat weiterhin kein Verständnis für diese wiederholte Tarifkampfmaßnahme und fordert die Gewerkschaft auf, von ihrer überzogenen Lohnforderung abzukehren. Bedingt durch die Auswirkung der Corona-Pandemie auf den Reisebus- und Linienbusverkehr stehen viele private bayerische Betriebe weiterhin finanziell mit dem Rücken zur Wand.

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„Nachdem bereits zum Schulanfang, an dem eigentlich zusätzliche Busverkehre die Schülerzahlen entzerren sollen, gestreikt wurde, weitet die Gewerkschaft nun ihre Maßnahmen sogar noch aus. Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen sind es vor allem die Schülerinnen und Schüler, die die Leidtragenden sind,“ mahnt der Vorsitzende der LBO-Delegation Nico Schoenecker. „Arbeitgeberseitig halten wir es für völlig unangemessen bereits nach der ersten Verhandlungsrunde zum wiederholten Streik aufzurufen,“ kritisiert Schoenecker weiter.

Verdi fordert eine Lohnerhöhung von rund 30 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten von den privaten Verkehrsunternehmen im Nah- und Reiseverkehr, die sich seit Monaten mit der Corona-Pandemie einer teils existenzgefährdenden Krise ausgesetzt sehen. „Für die überwiegend mittelständischen, familiengeführten Busunternehmen ist eine zweistellige Lohnerhöhung momentan schlicht nicht darstellbar!“ so LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

„Wir schätzen die Leistungen unserer Fahrerinnen und Fahrer in dieser schwierigen Zeit ganz besonders und verschließen uns als Arbeitgeber keineswegs einer Lohnerhöhung. Der LBO steht zu seiner Sozialpartnerschaft. Jetzt und in den nächsten Monaten muss aber der Arbeitsplatzerhalt Vorrang haben“, wirbt der Vorsitzende der LBO-Tarifkommission, Nico Schoenecker um Verständnis. Solange die Bustouristik brach liegt, Schulausflüge verboten sind und das Vertrauen in die Sicherheit des ÖPNV nicht wiederhergestellt ist, bedeutet eine Lohnbelastung in dieser Höhe das Aus für zahlreiche Betriebe.

Viele der im LBO organisierten Unternehmen haben seit Beginn der Corona-Pandemie dramatische Einnahmeverluste von weit mehr als 60 Prozent - zeitweise bis zu 100 Prozent. Angesichts dieser Situation hält der LBO die Streikmaßnahmen, die zehntausende von Fahrgästen und Schüler treffen, für völlig unangemessen, auch vor dem Hintergrund, dass zur Entzerrung des Schülerverkehrs aktuell jeder Busfahrer gebraucht wird.

Während die Entwicklung der Corona-Pandemie weiter offen ist, leben die Verkehrsunternehmen seit Monaten von der Substanz und kämpfen sowohl im ÖPNV als auch im Reise- und Ausflugsverkehr mit massiven Einnahmeausfällen. Der LBO schlägt daher eine Vertagung der Gespräche um sechs Monate vor und fordert die Gewerkschaft auf, gemeinsam an Lösungen mitzuwirken, die den Erhalt der Betriebe und Arbeitsplätze zum Ziel haben.

Datum: 09.09.2020

Aschaffenburg, Kaufbeuren und Coburg: Busfahrerstreiks im Nahverkehr zum Schulstart völlig unangemessen!

MÜNCHEN. Die Gewerkschaft Verdi hat heute das Fahrpersonal in den privaten Bus-unternehmen in Aschaffenburg, Kaufbeuren und Coburg zu einem ganztägigen Streik aufgefordert. Hintergrund ist die erste Tarifrunde vom 20. August für das private baye-rische Omnibusgewerbe, die ergebnislos abgebrochen wurde. LBO und Verdi ringen um einen neuen Lohntarifvertrag für rund 18.000 Beschäftigte. Der LBO kritisiert diese überzogene Tarifkampfmaßnahme ausgerechnet zum Schulstart als völlig unange-messen. Bedingt durch die Auswirkung der Corona-Pandemie auf den Reisebus- und Linienbusverkehr stehen viele private bayerische Betriebe derzeit finanziell mit dem Rücken zur Wand.

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„Ausgerechnet zum Schulanfang, an dem eigentlich zusätzliche Busverkehre die Schüler-zahlen entzerren sollen, ist es völlig unangemessen bereits nach der ersten Verhandlungs-runde zum Streik aufzurufen!“ mahnt der Vorsitzende der LBO-Delegation Nico Schoen-ecker. „Die von Verdi geforderte Lohnerhöhung von rund 30 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten steht in keinem Verhältnis zur aktuell schwierigen Situation der privaten Ver-kehrsunternehmen im Nah- und Reiseverkehr. Für die überwiegend mittelständischen, fami-liengeführten Busunternehmen ist eine zweistellige Lohnerhöhung momentan einfach nicht darstellbar!“ so LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

„Wir schätzen die Leistungen unserer Fahrerinnen und Fahrer gerade in diesen schwierigen Zeiten ganz besonders und verschließen uns als Arbeitgeber keineswegs einer Lohnerhö-hung. Der LBO steht zu seiner Sozialpartnerschaft. Jetzt und in den nächsten Monaten muss aber der Arbeitsplatzerhalt Vorrang haben. Solange die Bustouristik brach liegt, Schulausflü-ge verboten sind und das Vertrauen in die Sicherheit des ÖPNV nicht wiederhergestellt ist, bedeutet eine Lohnbelastung in dieser Höhe das Aus für zahlreiche Betriebe“, warnt der Vor-sitzende der LBO-Tarifkommission, Nico Schoenecker.

Viele der im LBO organisierten Unternehmen haben seit Beginn der Corona-Pandemie dra-matische Einnahmeverluste von weit mehr als 60 Prozent - zeitweise bis zu 100 Prozent. Angesichts dieser Situation hält der LBO die Streikmaßnahmen, die tausende von Fahrgäs-ten und Schüler treffen, für völlig unangemessen, auch vor dem Hintergrund, dass zur Ent-zerrung des Schülerverkehrs aktuell jeder Busfahrer gebraucht wird. Während die Entwick-lung der Corona-Pandemie weiter offen ist, leben die Verkehrsunternehmen seit Monaten von der Substanz und kämpfen sowohl im ÖPNV als auch im Reise- und Ausflugsverkehr mit massiven Einnahmeausfällen. Der LBO schlägt daher eine Vertagung der Gespräche um sechs Monate vor und fordert die Gewerkschaft auf, gemeinsam an Lösungen mitzuwirken, die den Erhalt der Betriebe und Arbeitsplätze zum Ziel haben.

Datum: 07.09.2020

Schulanfang in Bayern 2020 Der LBO appelliert an die Eltern: Mit dem Bus ist der Schulweg sicher!

Nach den großen Sommerferien beginnt am Dienstag für viele Kinder in Bayern der erste Schultag. Für die Eltern stellt sich dann die Frage, wie ihre Abc-Schützen sicher in die Schule und wieder nach Hause kommen. Der LBO appelliert an die Eltern, auf die Beförderung im eigenen Pkw zu verzichten und vorhandene Schulbusangebote zu nutzen. Die Unfallstatistiken belegen seit vielen Jahren: Mit dem Bus ist es am sichersten. Die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht in allen Bussen sowie ein größeres Platzangebot durch den Einsatz von zusätzlichen Verstärkerfahrzeugen sorgen darüber hinaus für ausreichend Infektionsschutz.  

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Am kommenden Dienstag ist an den meisten Schulen in Bayern der erste Schultag. Dann stellt sich für die Eltern von knapp 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler die Frage nach dem sichersten Schulweg. Der LBO plädiert an alle Eltern, den eigenen Pkw stehen zu lassen und ihre Kinder mit dem Bus in die Schule zu schicken. „Wenn Mütter und Väter bis vor das Schultor fahren und dort halten und wenden oder Bushaltestellen zum Ein- und Aussteigen nutzen, behindern sie den Verkehrsfluss und bringen andere Kinder und Verkehrsteilnehmer in Gefahr“, mahnt LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

In Bayern werden täglich rund 1,3 Millionen Schüler und Auszubildende mit dem Bus in die Schule bzw. zur Ausbildungsstätte gebracht. Um das Platzangebot und damit den Abstand zu erhöhen, finanziert der Freistaat Bayern zum Schulstart den Einsatz zusätzlicher Verstärkerbusse - sowohl im freigestellten Schülerverkehr als auch im öffentlichen Personennahverkehr. Durch ein eigenes Förderprogramm für die Zeit bis zu den Herbstferien stellt die Bayerische Staatsregierung hierfür zusätzliche Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Abfrage des LBO bei den rund 1.000 Busunternehmen in Bayern hat ergeben, dass bayernweit rund 650 zusätzliche Omnibusse als Reserve zur Verfügung stehen, die im Schülerverkehr als Verstärkerbusse eingesetzt werden könnten.

„Wir appellieren daher an die Eltern, vorhandene Schulbusangebote zu nutzen und auf die Beförderung mit dem eigenen Auto zu verzichten. Ein Bus ersetzt im Schnitt 30 Pkw und hat eine weitaus bessere Sicherheitsbilanz. Die Fahrzeuge werden regelmäßig desinfiziert und mit modernen Klimaanlagen gut durchlüftet. Darüber hinaus sorgt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht für alle Schülerinnen und Schüler ab 7 Jahren für ausreichenden Infektionsschutz im Bus“, so Rabl weiter.

Beigefügtes Informationsblatt des LBO informiert Eltern und Schüler über die Infektionsschutzmaßnahmen bei der Nutzung von Schulbussen und öffentlichen Bussen.

Datum: 31.08.2020

Mehr Schulbusse für mehr Abstand: Freistaat Bayern finanziert den Einsatz von zusätzlichen Verstärkerbussen im Schülerverkehr

Um Schülerinnen und Schüler im neuen Schuljahr ab 8. September auf mehr Busse zu verteilen und damit die Sicherheit vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus im Schülerverkehr zu erhöhen, hat der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder heute angekündigt, zusätzliche Busse einsetzen zu wollen. Die Kosten für den Einsatz von Verstärkerbussen, die von den kommunalen Aufgabenträgern bestellt werden müssen, werden zu 100 Prozent vom Freistaat übernommen.

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Der LBO begrüßt die Ankündigung des Ministerpräsidenten, die Auslastung des Schülerverkehrs durch zusätzliche Verstärkerbusse abmildern zu wollen. Eine in den vergangenen bei-den Wochen durchgeführte Abfrage des LBO bei den rund 1.000 Busunternehmen in Bayern über kurzfristig mobilisierbare Fahrzeug-Kapazitäten hat ergeben, dass bayernweit aktuell rund 650 Omnibusse als Reserve zur Verfügung stehen, die im Schülerverkehr als Verstärkerbusse eingesetzt werden könnten.

Omnibusse sind das am meisten genutzte Verkehrsmittel für den Schulweg. In Bayern werden täglich 1,3 Millionen Schülerinnen und Schüler mit Bussen in die Schule bzw. Ausbildungsstätte gebracht. „Infektionsschutz beginnt nicht erst im Klassenzimmer. Deshalb sind Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch auf dem Schulweg wichtig. Auch in Schulbussen gilt zwar bayernweit, wie im gesamten Nahverkehr, eine Mund-Nasen-Bedeckungspflicht für Kinder ab 7 Jahren. Doch der beste Schutz vor Ansteckung ist immer noch Abstand. Die Kostenzusage des Freistaats ermöglicht es den Aufgabenträgern, durch die Anmietung aktuell nicht benötigter Reisebusse, diese wichtige Schutzmaßnahme im Schulbusverkehr umzusetzen“, so LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

Der Schüler- und Ausbildungsverkehr mit Bussen wird in Bayern hauptsächlich von rund 750 privaten Verkehrsunternehmen gestemmt. „Die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler muss an oberster Stelle stehen. Der Einsatz von aktuell nicht benötigten Reisebussen im Schülerverkehr trägt dazu bei, das Ansteckungsrisiko auf dem Schulweg zu verringern und das Vertrauen in das umweltfreundliche und sichere Verkehrsmittel Bus zurück zu gewinnen. Gleichzeitig erhalten die bayerischen Verkehrsunternehmen nach Monaten des kompletten Stillstands ein dringend benötigtes wirtschaftliches Tätigkeitsfeld, ohne zusätzliche Kostenbelastung für die ebenfalls von Corona stark gebeutelten Aufgabenträger“, ergänzt Rabl. 

Datum: 20.08.2020

LBO-Pressemitteilung: Erste Tarifverhandlungsrunde ergebnislos abgebrochen!

Tarifverhandlungen für das private Omnibusgewerbe in Bayern: Erste Verhandlungsrunde ergebnislos abgebrochen
LBO lehnt völlig überzogene Forderung von Verdi ab!

MÜNCHEN. Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e. V. (LBO) und die Gewerkschaft Verdi ringen um einen neuen Lohntarifvertrag für die rund 18.000 Fahre-rinnen und Fahrer in über 1.000 Omnibusbetrieben in Bayern. Die erste Verhandlungs-runde wurde heute nach mehreren Stunden ergebnislos abgebrochen. Der LBO lehnt die Forderung von Verdi nach einer Lohnerhöhung in Höhe von rund 30% als nicht umsetzbar ab.

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Im Rahmen der Tarifverhandlungen zwischen dem LBO und Verdi fordert die Gewerkschaft für die Beschäftigten in den privaten bayerischen Omnibusbetrieben eine Lohnerhöhung von rund 30 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Die aktuelle Situation im Nah- und Rei-severkehr steht dieser Forderung jedoch entgegen und ist von den Betrieben absolut nicht darstellbar. „Viele der im LBO organisierten Unternehmen sehen sich seit Beginn der Corona-Pandemie dramatischen Einnahmeverlusten von weit mehr als 60 und zum Teil zeitweise bis zu 100 Prozent ausgesetzt. Lohnforderungen, wie sie die Gewerkschaft jetzt in den Ring wirft, lehnt der LBO kategorisch ab, macht LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl deutlich.

„Angesichts der aktuellen Situation und der Tatsache, dass noch immer zahlreiche Mitarbei-ter in Kurzarbeit sind, ist eine Lohnerhöhung von fast 30 Prozent völlig unangemessen. Wäh-rend die Entwicklung der Corona-Pandemie weiter offen ist, leben die Verkehrsunternehmen seit Monaten von der Substanz und kämpfen sowohl im ÖPNV als auch im Reise- und Aus-flugsverkehr mit massiven Einnahmeausfällen“, begründet LBO-Vizepräsident Johann Am-berger die Entscheidung.

„Wir schätzen die Leistungen unserer Fahrerinnen und Fahrer gerade in diesen schwierigen Zeiten ganz besonders und verschließen uns als Arbeitgeber keineswegs einer Lohnerhö-hung. Jetzt und in den nächsten Monaten muss aber der Arbeitsplatzerhalt Vorrang haben. Der LBO schlägt daher eine Vertagung der Gespräche um sechs Monate vor“, so der Vorsit-zende der LBO-Delegation Nico Schoenecker. Und weiter: „Solange die Bustouristik brach liegt, Schulausflüge verboten sind und zuletzt auch das Vertrauen in die Sicherheit des ÖPNV nicht wiederhergestellt ist, sind Lohnsteigerungen das Aus zahlreicher Betriebe.

Der aktuelle Lohntarifvertrag gilt seit 1. April 2017 und wurde von der Gewerkschaft Verdi mit Wirkung zum 31. August 2020 gekündigt.

Datum: 16.06.2020

LBO-Pressemitteilung: Busreisen in Bayern ab 22. Juni wieder möglich!

Busreisen ab 22. Juni endlich auch in Bayern wieder durchführbar - Für Reisen im Bus, Zug und Flugzeug gelten künftig die gleichen Regeln.

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Nach fast 13 Wochen Stillstand werden Busreisen ab kommenden Montag endlich auch in Bayern wieder durchführbar. Ab 22. Juni gelten für Reisende im Flugzeug, Zug, Fern- und Reisebus die gleichen Auflagen. Das hat heute die Bayerische Staatsregierung beschlossen. Sie folgt damit der Forderung des LBO, die infektionsschutzrechtlich nicht zu begründende Wettbewerbsverzerrung zwischen den Verkehrsträgern zu beenden. Mehrere bayerische Unternehmen hatten mit Unterstützung des LBO Klage eingereicht.

Die überwiegend familiengeführten, mittelständischen Busunternehmen in Bayern können endlich aufatmen. Ein Ende des faktischen Berufsverbots ist in Sicht. Die bayerische Staatsregierung hat heute beschlossen, die einseitig strengen Auflagen für Reisebusverkehre aufzuheben und an die von anderen Verkehrsmitteln im Linien- und Reiseverkehr anzugleichen. Damit entfallen die Mindestabstandsregelung von 1,50 Meter zwischen Fahrgästen sowie das Verbot von Gruppenreisen. Beides hatte die Durchführung von Busreisen schlichtweg unwirtschaftlich gemacht. Weiterhin bestehen bleibt jedoch die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht. Damit gelten nun im Schul-, Fern- und Linienbus sowie für Reisende in Flugzeug, Bahn und Reisebus die gleichen Auflagen.

Die Angleichung der Auflagen ist auch aus Wettbewerbssicht dringend nötig, da die weniger strengen Regelungen für Busreisen in den anderen Bundesländern die in Bayern ansässigen Busunternehmen benachteiligen. Mit der Aufhebung der Reisewarnung für die meisten europäischen Länder sowie weiteren Erleichterungen in Teilen der Tourismus- und Freizeitindustrie in Bayern besteht jetzt Grund zur Hoffnung, dass die Bustouristik schon bald wieder Fahrt auf-nimmt. „Unsere Fahrgäste sollen ihren Urlaub oder Ausflug unbeschwert genießen können. Dafür sorgen wir mit einem umfangreichen und mit der Staatsregierung abgestimmten Hygienekonzept. Denn auch mit Mund-Nasen-Bedeckung gehören Busreisen zu der bequemsten, sichersten und umweltfreundlichsten Art zu reisen“, verspricht LBO-Präsidentin Dr. Ing. Sandra Schnarrenberger.

„Wir danken dem Bayerischen Wirtschaftsminister sowie der Staatsregierung, dass sie den Bitten und Vorschlägen des LBO gefolgt sind und die mittelständischen Busunternehmen jetzt ihre Arbeit wieder aufnehmen können“, ergänzt LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

Datum: 16.06.2020

bdo-Pressemitteilung: Für die Busunternehmen geht es um alles - Demo am 17. Juni in Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei senden wir Ihnen die Pressemitteilung des bdo zur großen Bus-Demo am Mittwoch, 17. Juni in Berlin.

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Wir stehen vor der Herausforderung, diese erneute - wenn auch größere - Demonstration noch einmal medienwirksam in die Öffentlichkeit zu tragen. Bitte unterstützen Sie daher die Aktion mit Fotos / Videos - oder eigener Pressearbeit - auch wenn Sie nicht vor Ort sind!

Wichtig wäre es, nicht nur Aufnahmen von Bussen sondern auch von den Menschen und betroffenen Familien zu zeigen, die um ihre berufliche Existenz kämpfen bzw. um ihre Arbeitsplätze bangen.

Der bdo regt an, z.B. kurze Videos (etwa 20 bis 30 Sekunden) aufzunehmen, in denen Sie ihre aktuelle Lage schildern und auf die Notwendigkeit von zusätzlicher Unterstützung aufmerksam machen. Die Videos sollten Antwort auf die Fragen liefern: Wie steht es derzeit um die Busunternehmen in Deutschland? Und was muss passieren, dass die Branche gerettet werden kann?

Alle Fotos oder Videos können Sie direkt per Mail an presse@bdo.org senden.

Für die Veröffentlichung der Videos hat der bdo einen eigenen YouTube-Kanal vorgesehen, der sich gerade im Aufbau befindet: https://www.youtube.com/channel/UCfkxc80r0Y8OlfnmelIS3nQ

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Datum: 29.05.2020

Busreisen in Bayern wieder eingeschränkt erlaubt - Auflagen der Staatsregierung setzen das Verbot jedoch faktisch fort und stigmatisieren den Reisebus

LBO und Autobus Oberbayern reichen Klage gegen Entscheidung ein

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Während das öffentliche Leben, die Wirtschaft und weite Teile der Tourismus- und Freizeitindustrie in Bayern ab Samstag unter nachvollziehbaren Auflagen wieder öffnen, bleiben Reisebusverkehre in Bayern über den 30. Mai hinaus aufgrund nicht nachvollziehbarer weitgehender Vorschriften faktisch undenkbar – trotz nachgewiesener hoher Sicherheitsstandards. Rund 1.000 mittelständische Familienbetriebe warten damit weiter auf eine berufliche Perspektive – und das schon drei Monate lang. Der LBO sieht hinter den rigiden Vorschriften einen klaren Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz nach Art. 3 GG.

Bahn, Fernbus und Flugzeuge – sie alle wurden zu keiner Zeit stillgelegt und können unter Einhaltung von Mindestabstand oder Maskenpflicht regulär Gäste befördern. Aber die rund 1.000 mittelständischen, familiengeführten Busbetriebe, die vom Reise- und Ausflugsverkehr leben, wurden ab Mitte März mit einem Berufsverbot belegt, für das es bis heute keine finanzielle Entschädigung gibt. Auch die Zusage der Staatsregierung vom 26. Mai, ab dem 30. Mai wieder Reisen anbieten zu können, stellt sich schnell als Pyrrhussieg heraus. „Denn ein zwingend zwischen den Fahrgästen einzuhaltender Mindestabstand von 1,5 m reduziert die Beförderungskapazität in den Bussen um rund 80 Prozent und macht damit jede Fahrt zu einem wirtschaftlichen Totalausfall“, kritisiert LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

Ungeachtet eines umfangreichen und mit der Staatsregierung abgestimmten Hygienekonzepts wird der Bustouristik mit dieser und anderer Vorgaben, wie z.B. ausschließlich Individualreisende befördern zu dürfen, weiterhin das fundamentale verfassungsmäßige Recht auf Gleich-behandlung ohne jede Begründung verwehrt. Denn gleichlautende Einschränkungen sucht man an anderer Stelle vergebens. „Es scheint, dass im Gesundheitsministerium inzwischen das Los entscheidet, wer oder was eine Gefahr für die Menschen darstellt. Anders ist es nicht zu erklären, warum Flugzeuge, Züge und Busse im Fernlinien- aber auch im Nah- und Schülerverkehr vollbesetzt unterwegs sein dürfen, baugleiche Reisebusse trotz nachgewiesener hoher Sicherheitsstandards nicht“, so Rabl.

Der LBO wird deshalb gemeinsam mit dem Münchner Unternehmen Autobus Oberbayern Klage gegen diese offenkundig ungerechtfertigte Diskriminierung einlegen. „Wir bedauern, diesen Weg gehen zu müssen, aber leider zwingt uns die Staatsregierung dazu. Es geht uns einzig und allein um faire und gleiche Vorgaben. Wir haben hinreichend unter Beweis gestellt, dass wir gut vorbereitet sind und unsere Fahrgäste sicher ans Ziel bringen können, kritisiert Nico Schoenecker, Geschäftsführer Autobus Oberbayern.

Ein Virus ist nicht weniger infektiös, wenn Menschen für ihre Reise anstelle des Reisebusses den Fernbus, den Zug oder das Flugzeug nutzen. „Im Gegenteil, in modernen Reisebussen sind hocheffiziente Frischluftklimaanlagen verbaut, die das Risiko einer Übertragung im Bus absolut minimieren, unterstreicht Schoenecker.“ Aber auch im unwahrscheinlichen Fall eines Verdachts- oder Krankheitsfalls ist der Reisebus den übrigen Verkehrsträgern klar voraus. „Bei organisierten Reisebusverkehren können wir bei Bedarf schnell eine hundertprozentige Rück-verfolgung und Informationskette sicherstellen“, mahnt Rabl.

Pressekontakt: Stephan Rabl, Geschäftsführer, Tel.: 0176/20805092, Mail: rabl@lbo-online.de

Datum: 11.05.2020

Buskorso am 12. Mai 2020 in München: Demo-Aktion - Rettet die Reisebusunternehmen! Bustouristik fordert finanzielle Hilfen und Ende des Reisebusverbots!

Die überwiegend familiengeführten Reisebusunternehmen in Bayern sind seit acht Wochen ohne jegliche Einnahmen und immer noch ohne eine Perspektive auf Lockerungen. Vor dem Hintergrund des wochenlangen Berufsverbots und der ernüchternden politischen Situation der Reisbusbranche, hat der LBO am Dienstag, 12. Mai zu einer Demo-Aktion in Form eines Buskorsos in München aufgerufen. Die mittelständische Bustouristik fordert schnelle finanzielle Hilfen sowie eine baldige Öffnung des Reisebusverkehrs, zeitlich gleichlaufend mit der Hotellerie.

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Die Reisebusbranche ist DER Verlierer im Zuge der politisch verhängten Anti-Corona-Maßnahmen. Während andere, eng vernetzte Tourismussparten, wie die Hotellerie und Gastronomie spätestens Ende Mai wieder öffnen dürfen, Inlandsflüge zum Teil bis auf den letzten Platz wieder ausgebucht sind und auch der DB-Fernverkehr ohne wesentliche Beschränkungen weiterläuft, wird das klimafreundlichste Reiseverkehrsmittel weiter ausgebremst.

„Wenn die Gaststätten Mitte Mai und die Hotels Ende Mai in Bayern wieder öffnen, sind sie auf viele Gäste angewiesen. Allein in Bayern nutzen jedes Jahr über 18 Millionen Menschen den Bus für Reisen, Ausflüge oder Klassenfahrten. Darüber hinaus gibt es keinen nachvollziehbaren infektionsschutzrechtlichen Grund, Hotellerie und Gastronomie sowie Bahn- und Flugreisen in der Gefährdungslage anders einzustufen als Busreisen“, kritisiert LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

Tausend familiengeführte Betriebe stehen allein in Bayern vor einem Scherbenhaufen. Die komplette Fahrzeugflotte an Reisebussen steht seit dem 17. März still. Bereits lange vor dem Reisebusverbot wurden die meisten Reisen und Tagesfahrten storniert, sämtliche Klassenfahrten und Schulausflüge sind sogar bis Ende 2020 untersagt. Neubuchungen bleiben aus, während die Kundengelder zurückgezahlt werden müssen und die stillgelegten Fahrzeuge weiterhin Kosten verursachen und zudem jeden Tag an Wert verlieren. Die weggebrochenen Einnahmen sind unwiederbringlich verloren. Eine Busreise die dieses Jahr nicht stattfindet, wird nächstes Jahr nicht zweimal gebucht.

Die bisher aufgelegten Soforthilfen und sonstigen Hilfsmaßnahmen, wie Kurzarbeitergeld und Kredite reichen deshalb bei weitem nicht aus, die Reisebusunternehmen aus der Krise zu führen. Dabei ist die deutsche Bustouristik auf einen Neustart unter verantwortungsvollen Bedingungen vorbereitet.

Ein entsprechendes Hygienekonzept wurde erstellt und der Politik vorgelegt. Zudem bieten Busreisen beste Voraussetzungen, um Fahrgäste in überschaubaren festen Gruppen und unter genau definierten Bedingungen sicher an ihr Ziel zu bringen.

Die bayerischen Reisebusunternehmen fordern deshalb:

1. Einen finanziellen Rettungsschirm für die Bustouristik: Die mittelständischen Betriebe brauchen ein bundesweites finanzielles Soforthilfeprogramm zum Ausgleich der fahrzeugbezogenen Fixkosten seit dem Reisebusverbot.

2. Eine schnelle Perspektive für die Reisebusbranche: Die Aufhebung des Busreiseverbotes in Bayern muss bald erfolgen. Es gibt keinen infektionsschutzrechtlichen Grund, Reisen mit dem Bus weiter zu verbieten.  Hotellerie, Gastronomie und andere touristische Einrichtungen sind für ihren erfolgreichen Neustart auf Busreisegäste angewiesen.

„Es ist fünf vor zwölf für die Reisebranche. Jeden Tag kommen Familienbetriebe einer unverschuldeten Insolvenz näher. Die Wirtschaftsministerien auf Landes- und Bundesebene muss jetzt handeln, um die mittelständisch geprägte Bustouristik zu retten“, mahnt Rabl.

Datum: 05.05.2020

Coronavirus: Staatsregierung ignoriert wissentlich die dramatische Situation in der Tourismuswirtschaft

München. Die heute vom bayerischen Kabinett gefassten Beschlüsse zugunsten eines Hochfahrens der bayerischen Tourismuswirtschaft sind völlig unzureichend. Die Staatsregierung vernichtet damit sehenden Auges tausende Arbeitsplätze bei Busunternehmen und Reisebüros in Bayern, ohne sich – angesichts weitreichender Öffnungen an anderer Stelle – auf gesundheitliche Bedenken berufen zu können.

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Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) kritisiert vehement die unzureichenden Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung, mit denen heute weitreichende Öffnungen für das wirtschaftliche und soziale Leben in Bayern ermöglicht wurden. Ein zentraler Bestandteil dabei ist die schrittweise über mehrere Wochen verteilte Wiedereröffnung von Speisegastronomie und Hotellerie bis Ende Mai. Keine Perspektive erhält weiterhin der Reisebusverkehr.

Es ist erschreckend und verwunderlich zugleich, was sich die bayerische Staatsregierung, insbesondere aber der zuständige Wirtschaftsminister und der Ministerpräsident, unter Tourismus vorstellen. Wirtshäuser und Hotels. „Tourismus bedeutet aber weit mehr als Stammtisch und Luxushotel. Es sind auch rund 1.000 mittelständische Busunternehmen, die mit ihren Reisebüros und Busreisen Urlaub für viele erst möglich und zur schönsten Zeit des Jahres machen“, kritisiert LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl. Mit ihrem Beschluss von Heute hat die Staatsregierung nicht nur diesen Unternehmen einen Bärendienst erwiesen, sondern auch eben jenen, denen sie jetzt wieder gestattet zu arbeiten. Denn ohne die Gäste, die üblicherweise mit Reisebussen anreisen, werden es Hotellerie und Gastronomie, ebenso wie touristische Sehenswürdigkeiten, die von Bustagesfahrten massiv profitieren, noch schwerer haben, auskömmlichen Umsatz zu erzielen. 

Dabei ist es richtig und an der Zeit, unter Maßgabe der größtmöglichen Sicherheit für Gäste und Mitarbeiter, Hotels und Gaststätten, aber auch anderen Wirtschaftszweigen, jetzt zeitnah die Möglichkeit zur Wiedereröffnung zu geben. Das gleiche muss aber auch für Reisedienstleistungen, wie Busreisen, gelten. Hierfür hat der LBO mit seinen Partnerverbänden in den vergangenen Wochen intensiv an einem überzeugenden Hygienekonzept gearbeitet.

„Den Reisebusunternehmen steht das Wasser nicht mehr nur bis zum Hals. Seit Monaten keinerlei Umsatz, Vorauszahlungen für stornierte Reisen wurden an die Kunden zurückbezahlt, und das alles während von Dienstleistern kaum Rückerstattungen kommen. Diese Politik der Staatsregierung vernichtet Existenzen, Tag für Tag“, ergänzt Xaver Hörmann, Vorsitzender des LBO-Tourismusausschusses.   

Datum: 20.04.2020

Coronavirus: Maskenpflicht im ÖPNV ist ein wichtiger Schritt für die Rückkehr zur Normalität

München. Die heute von Ministerpräsident Dr. Markus Söder in seiner Regierungserklärung vor dem Bayerischen Landtag angekündigte Maskenpflicht für die Nutzung des ÖPNV ist die richtige Konsequenz aus der Ankündigung, ab dem 27. April das öffentliche Leben mit der Wiedereröffnung vieler Geschäfte und des Hochfahrens der Schulen wiederaufzunehmen.

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Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) begrüßt ausdrücklich den Beschluss der Bayerischen Staatsregierung, ab kommenden Montag eine generelle Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken beziehungsweise sog. Community Masken, wie Halstücher, Schals oder ähnliches, bei der Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs vorzuschreiben. Bereits vergangene Woche hatte die Staatsregierung nach Gesprächen mit dem Bund und den anderen Bundesländern angekündigt, das öffentliche Leben schrittweise wieder hochzufahren und auch die Schulen nach und nach wieder zu öffnen. Dies wird, nach den massiv eingebrochenen Fahrgastzahlen in den zurückliegenden Wochen, zu einer Ausweitung des Angebots und wieder deutlich mehr Passagieren im ÖPNV führen.

Wie ein Hochfahren des öffentlichen Verkehrs auf das Vorkrisenniveau unter Maßgabe sämtlicher infektionsschutzrechtlicher Anfordernisse möglich ist, darüber beraten die Verkehrsunternehmen gemeinsam mit ihren Aufgaben- und Aufwandsträgern vor Ort bereits intensiv. „Oberste Prämisse ist und bleibt der Schutz der Gesundheit unserer Fahrgäste und Fahrerinnen und Fahrer. Durch das Tragen von Masken im ÖPNV leisten alle einen wichtigen Beitrag, um die Corona-Pandemie einzudämmen und langsam zur Normalität zurückzukehren. Wenn sich die Menschen weiterhin so vernünftig zeigen wie in der Vergangenheit, gibt es keinen Grund, sich Sorgen zu machen und den Bus nicht für den Weg zur Arbeit oder zur Schule zu nutzen“, so LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

Um die Auslastung der Fahrzeuge zu minimieren und allen Fahrgästen ausreichend Abstand zu ermöglichen, setzen die Unternehmen darüber hinaus auch entsprechend mehr Fahrzeuge ein und diskutieren mit den Aufgabenträgern vor Ort Möglichkeiten, die Nutzung zu den Hauptzeiten zu entzerren. „Derartige Mehraufwendungen können die Busunternehmen jedoch auf keinen Fall finanziell schultern. Hier braucht es deshalb eine schnelle und verlässliche Zusage zur Kostenübernahme durch die öffentliche Hand“, so Rabl weiter. 

Coronavirus: Massiver Schaden für die Bustouristik - Bayerische Busunternehmen fordern staatliche Unterstützung

Das bayerische Busgewerbe wird durch den Ausbruch des neuartigen Coronavirus massiv getroffen. Aufgrund der eingetretenen Stornierungswelle und dem einhergehenden Buchungsstopp von Busreisen steht schon heute fest: Die Bustouristikbranche wird über Monate enormen wirtschaftlichen Schaden durch die Ausbreitung des Coronavirus erleiden. Die überwiegend mittelständischen familiengeführten bayerischen Busbetriebe stehen vor nie dagewesenen Herausforderungen, auf die nun aktiv reagiert werden muss. Der LBO fordert daher schnelle und unbürokratische wirtschaftliche Unterstützung von Bund und Land.

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„Nicht nur klassische Busreisen nach Italien werden massenhaft storniert. Auch Klassenfahrten nach Frankreich, Vereinsfahrten nach Österreich oder Skifahrten nach Südtirol werden im minutentakt storniert“, berichtet LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl. Rückmeldungen aus den Betrieben haben ergeben, dass Umsatzeinbrüche von 80 bis 90 Prozent verzeichnet werden. „In manchen Betrieben steht inzwischen der gesamte Fuhrpark still“, warnt Rabl. Aber nicht nur der Reisepreisausfall ist ein Problem. Viele Unternehmen haben bereits Zahlungen an Hotels oder andere Leistungsträger geleistet. „Wenn die Einnahmen wegbrechen aber die Kosten weiterlaufen führt dies zwangsläufig zur wirtschaftlichen Schieflage, bis hin zur Insolvenz. Deshalb müssen schnell Lösungen gefunden werden“, mahnt Rabl.

Der LBO fordert ein umfassendes Maßnahmenpaket von der Bundes- und Landesregierung. „Da sämtliche Klassenfahrten mit dem Bus abgesagt werden, sollte Bayern dem Beispiel Baden-Württembergs folgen und die Stornokosten von Hotel und Bus für abgesagte Schüler-fahrten durch das Kultusministerium übernehmen“, so Rabl. Darüber hinaus wäre auch eine Kurzarbeitergeldregelung wichtig, die bis zum Ende der Corona-Epidemie eine 100-prozentige Erstattung der Sozialabgaben sowie den Verzicht auf die Drittelregelung beinhaltet. Diese darf aber nicht erst ab Antragstellung gelten, sondern bereits ab dem Zeitpunkt des Arbeitsausfalls.

Rabl: „Die kleinen und mittelständischen Betriebe brauchen jetzt schnelle und unbürokratische Hilfe. Eine derartige Ausnahmesituation, deren Ende noch nicht absehbar ist, erfordert Instrumente und Maßnahmen, die sofort greifen.“.

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